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Porträt

Büren zum Hof ist ein stattliches und gepflegtes Dorf, eingebettet im ländlichen Raum im unteren Teil des Fraubrunnenamtes an der RBS- Strecke, in der Mitte zwischen Bern und Solothurn. Es ist umgeben von prächtigen Wiesen und Äckern, in einem einmaligen Naherholungsgebiet. Das Dorf blickt auf bewegte Tage und grosse Entwicklungsschritte zurück. Am 25. November 2012 sagten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Büren zum Hof JA zur geplanten Fusion mit den Gemeinden Etzelkofen, Fraubrunnen, Grafenried, Limpach, Mülchi, Schalunen und Zauggenried. Seit 1. Januar 2014 ist Büren zum Hof ein Dorfteil der Gemeinde Fraubrunnen. Klein aber fein Im Jahre 1850 zählte unser Dorf gleich viele Einwohner wie 155 Jahre später, nämlich 450. Den Tiefststand der Bevölkerungszahl wurde im Jahre 1993 mit weiniger als 400 Personen erreicht. Büren zum Hof grenzt mit seiner Gesamtfläche von 3,4 km2 an Etzelkofen, Fraubrunnen, Grafenried, Limpach, Mülchi und Schalunen. 38 Hektaren sind Privatwald, 30 gehören der Burgergemeinde. Mit der Waldzusammenlegung in den späten Siebzigerjahren konnten die 68 Parzellen der 22 Eigentümer auf insgesamt 23 Parzellen reduziert werden. Diese Waldzusammenlegung war wegweisend für die Zukunft. Büren zum Hof war auch die erste bernische Gemeinde, welche 1920 auf dem gesamten Gemeindegebiet eine Güterzusammenlegung durchführte. Die Fernsicht vom Alpenzeiger - auf der Anhöhe gegen Limpach - bietet Abwechslung: Vom Chasseral bis zum unteren Hauenstein und vom Titlis bis zum Wildstrubel. Von den Anfängen Woher das Dorf seinen Namen hat kann nicht mit letzter Bestimmtheit gesagt werden. 'Büren' kommt eigentlich 'von nassem, saurem Boden' und 'Hof' deutet auf einen Verwaltungsbetrieb des ehemaligen Frauenklosters in Fraubrunnen hin. Unter dem Namen 'Burron' wird Büren zum Hof im Jahr 1249 erstmals urkundlich erwähnt. Die ersten zehn Höfe von Büren waren lange Zeit im Besitze des damaligen Nonnenklosters. Das 1940 geschaffene Wappen wird folgendermassen umschrieben: 'In Blau eine goldene Löwentatze aus dem linken Obereck, eine schräggestellte silberne Sichel mit goldenem Griff haltend'. Die Löwentatze erinnert an die Zugehörigkeit zum Amt Fraubrunnen. Die Sichel kündet vom Ackerbau. Die schwierigen Zeiten Dunkle Tage erlebte das Dorf im März 1798 beim Überfall der Franzosen. Bei diesem Raubzug sind viele Männer und Frauen gefallen. Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurde hundert Jahre später entlang der heutigen Kantonsstrasse Fraubrunnen - Schalunen, bei der Abzweigung nach Büren zum Hof, ein Denkmal gesetzt. Im September 2009 erfolgte die lang erwartete Restaurierung. Nun präsentiert sich das Ehrenmal im alten Glanz. Schwere Tage erlebte das Dorf auch im April 1865, als eine Feuersbrunst 17 Häuser im Dorfkern einäscherte. Text: Heinz Marti
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